Hunger in Waldenburg (Ums tägliche Brot) (1929)

Katalog: Film
EAN: 9783848830138
Bestellnummer: 4883013
Veröffentlichung: 20.07.2018
Set-Inhalt: 1
Format: DVD
Verpackung: Softbox
FSK: Info/Lehr Programm
Genre: Stummfilm
Label: absolut MEDIEN (arte Edition)
Anbieter: absolut MEDIEN
Preiscode: 895
Barcode:
Inhaltsangabe: Das gewaltige Schloss Fürstenstein steht für die Kapitalisten - Mietskasernen,... mehr
Produktinformationen "Hunger in Waldenburg (Ums tägliche Brot) (1929)"
Inhaltsangabe:
Das gewaltige Schloss Fürstenstein steht für die Kapitalisten - Mietskasernen, ausgemergelte Grubenarbeiter, ihre Frauen und Kinder für die Unterdrückten. Ihnen gilt die Sympathie der Filmemacher von HUNGER IN WALDENBURG (1929). Keine Sentimentalität, kein falsches Mitleid. Die damalige Zensur schritt ein, um sozialen Unruhen, die der Film möglicherweise auslösen könnte, vorzubeugen. Die Waldenburger bekamen ihren Film nie zu sehen. 1933 wurde der Streifen von den Nationalsozialisten verboten und verschwand für lange Zeit. Erst 1974 strahlte das DDR-Fernsehen eine fragmentarische Kopie aus (ebenfalls auf dieser Edition), die 1996 mit weiteren, im Moskauer Filmarchiv aufgefundenen Materialien ergänzt werden konnte, die hier zum ersten Mal auf DVD vorliegt. Eine der Laiendarstellerinnen aus Phil Jutzis Film gibt Auskunft über die Dreharbeiten und ihr Leben in der DDR. 
MORGENRÖTE war die bürgerliche Antwort auf HUNGER IN WALDENBURG, entstanden im selben Jahr, an den gleichen Schauplätzen. Soziale Fragen kreuzen sich mit Eheproblemen der besseren Gesellschaft und gehen am Ende eine unheilige Allianz ein, wenn die Drehbuchautoren ihre Sympathien einem Streikbrecher schenken und das Publikum dazu auffordern, es ihnen gleich zu tun. Morgenröte fand höchstens ein Provinzpublikum und das auch nur für kurze Zeit. Glücklicherweise. Das reaktionäre Melodram - ein vergessenes Beispiel für Konjunkturkitsch - ist auf dieser DVD wahrscheinlich zum ersten Mal überhaupt wieder zu sehen.

Das Kohlerevier Waldenburg, ab 1945 Wa brzych, gibt es nicht mehr. Seit circa 20 Jahren sind die Gruben geschlossen. Und genau so lange gibt es immer wieder Beiträge in den Medien über die so genannten Kohlespechte, meist ehemalige Kumpel, die aus selbstgegrabenen Schächten illegal Kohle fördern, unter Lebensgefahr, aus reiner Not. Uwe Manns Film KOHLE ALS HONORAR schlägt einen Bogen in die Gegenwart. Er ist ein trauriger Epilog zum Thema Hunger in Waldenburg.

Filminfos:
Originaltitel: Hunger in Waldenburg / Um's tägliche Brot
Produktionsland: Deutschland 1929
Regie: Phil Jutzi, Wolfgang Neff


FSK: Info/Lehr Programm

Sprache / Ton: Deutsch DD 2.0
Bildformat: 16:9
Untertitel: Englisch, Polnisch
Laufzeit: 228 Minuten

Anzahl Discs: 1